Schuschtar

Die Stadt Schuschtar im Südwesten des Iran befand sich auf der Persischen Königsstraße, die Susa mit Persepolis verband. 

Alexander der Große überquerte 331 v. Chr. hier den Karun-Fluss.
Schon zu achämenidischer Zeit war mit dem Bau eines künstlichen Kanalsystems begonnen worden, das sowohl zur Bewässerung der Zuckerrohrfelder als auch zum Antrieb von zahlreichen Mühlen diente. 
Nach der Niederlage Kaiser Valerians im Jahr 260 n. Chr. wurden zahlreiche seiner römischen Soldaten, die in sassanidische Kriegsgefangenschaft geraten waren, zum Auf- und Ausbau des Bewässerungssystems abkommandiert. Der so entstandene, 500 Meter lange "Caesars Damm" (Band-e Kaisar) gilt als die östlichste Römerbrücke und römische Staumauer. 
2009 wurde der Damm zusammen mit dem historischen Bewässerungssystem in Schuschtar von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.  

Im Juli liegt die Durchschnittstemperatur in Schuschtar um die 46 Grad Celsius, es wurden aber auch schon über 50 Grad Celsius gemessen. Als ich sie im November 2019 besuchte, waren es aber angenehme 29 Grad.

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