Stobreč bei Split

Am Morgen packe ich wieder meine Sachen auf mein Motorrad und fahre wieder los in Richtung Süden. Mein nächstes Ziel ist die Stadt Split. Da ich keine Lust auf die monotone Autobahn habe und mir so zusätzlich auch noch die Maut spare, nehme ich lieber die Landstraße.

Der erste Teil der Strecke führt durch eine Gegend, die auch irgendwo in Deutschland hätte sein können: relativ flach mit viel Landwirtschaft. Nur fällt mir auf, dass bestimmt 1/3 der Häuser in dieser Gegend offensichtlich verlassen wurden und bereits verfallen. Die Landflucht scheint hier wohl ein ernstes Problem zu sein.

Als ich in die Gegend des Nationalparks Krka komme, werden die Berge wieder höher und die Straße kurviger. Leider das Wetter aber auch schlechter und die Straße ist sogar nass, da es wohl vor kurzem hier geregnet hat.

Das Örtchen Skradin, das ich durchquere, liegt recht romantisch an einem Fluß, der sich zu einem See weitet. Leider verpasse ich aber die Möglichkeit für ein gutes Foto und auf Grund des Wetters habe ich auch keine Lust umzudrehen. Also fahre ich weiter.

Es geht durch ein langes Tal, das von beeindruckenden Bergen umsäumt ist. Nicht nur die Autos sondern selbst die LKWs scheinen sich hier an keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und so habe ich sogar fast schon Mühe, einem vorausfahrenden LKW zu folgen, der mit über 100 km/h vor mir her rast.

Bevor ich vom Norden her nach Split komme, geht es noch mal in Serpentinen über die hohe Bergkette, die Split vom Hinterland abtrennt. Dabei erhasche ich auch einen ersten, kurzen Blick auf die mittelalterliche Festung Klis, die auch als Drehort für die Serie „Game of Thrones“ diente. Ich muss in den nächsten Tagen unbedingt dort mal hinfahren und mir das genauer anschauen.

Doch zunächst steuere ich auf direktem Weg zum Campingplatz Stobreč, in einem Vorort von Split. Dieses Mal ist die Angabe im ADAC-Campingführer auch tatsächlich korrekt und er hat ganzjährig geöffnet. Sie vermieten eigentlich auch kleine Hütten, worauf ich mich schon gefreut hatte. Doch wie sich heraus stellt, sind alle kleinen Hütten bereits vermietet, bis auf zwei Hütten, in denen das warme Wasser in der Dusche nicht funktioniert. Da ich jedoch auch 100 Meter weiter im Sanitärbereich des Zeltplatzes duschen kann, ist mir das herzlich egal. Ob ich zum Ausgleich einen kleinen Rabatt bekomme, kann mir die freundliche Dame an der Rezeption nicht versprechen, da sie im Moment gerade ihren Chef nicht erreichen kann. Aber sie erklärt mir, dass es sowieso ein Angebot gibt:  4 Nächte zum Preis von 3, so dass ich dann auf 23,- Euro pro Nacht komme. Da ich sowieso auch ein bisschen das Umland von Split erkunden wollte und auch einen kurzen Ausflug nach Omis geplant hatte, passt mir das ganz gut und ich nehme das Angebot an.

Nach dem ich meine kleine Hütte bezogen habe. Mache ich einen kleinen Spaziergang am Strand entlang und kaufe noch im Supermarkt mein Abendessen ein.





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