Tacht-e Suleiman

Heiligtum der Sassaniden

Der Tacht-e Suleiman Gebäudekomplex im Norden des Iran besteht aus einem Palast, einem zoroastrischen Feuertempel und Befestigungsanlagen aus der späten Sassanidenzeit (etwa 420–640 n. Chr.).
Die ganze Anlage wurde um einen Quelltopf errichtet, der ca. 100 Meter im Durchmesser hat und 112 Meter tief ist.
Das Quellwasser steigt mit einer konstanten Temperatur von 21 Grad auf und ist sehr stark kalkhaltig, wodurch sich im Laufe der Jahrtausende eine ca. 50 Meter hohe Erhebung gebildet hatte, worauf dann die Anlage errichtet wurde. 
Im 6. Jahrhundert n.Chr. wurde das zoroastrische Feuerheiligtum Atur Guschnasp hierher verlegt. Der Reichsfeuertempel wurde von den sassanidischen Perserkönigen, z.B. nach der Thronbesteigung oder vor größeren Feldzügen, besucht um religiöse Zeremonien durchzuführen.
Nach dem Ende des Sassanidenreiches wurde der Feuerkult noch bis ins 10. Jahrhundert fortgeführt.
Im 13. Jahrhundert ließ Ilchan Abaqa Chan über der Tempelanlage ein Jagdschloss errichten.
Seit 2003 gehört der Tacht-e Suleiman zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Besonders beeidruckend sind die zum Teil noch sehr gut erhaltenen überdachten Gänge und einige große Räume, mit hohen Decken, von denen mitunter kleine verwinkelte Gänge wegführen, fast wie Geheimgänge.

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