Persepolis

Die antike Palaststadt der persischen Großkönige

Die altpersische Palaststadt Persepolis wurde 520 v. Chr. von Dareios I. im Süden Irans gegründet. 
Am Fuße des Berges Kuh-e Mehr wurde eine 15 ha große Terrasse angelegt, auf der im Laufe der Zeit 14 zum Teil rießige Gebäude errichtet wurden. Darunter auch die Paläste der persischen Großkönige Darius I, Xerxes, Artaxerxes I. und Artaxerxes II.
Oberhalb von Persepolis wurden zwei Felsgräber in den Berg gehauen, in denen vermutlich Artaxerxes II. and Artaxerxes III. bestattet wurden.

Als 330 v. Chr. Alexander der Große mit seinen Truppen auf Persepolis vorrückte, floh König Dareios III., während viele seiner Anhänger es vorzogen Selbstmord zu begehen.
Um die sagenumwobenen Gold- und Silberschätze aus der Schatzkammer abtransportieren zu können, benötigte Alexander der Große angeblich 10.000 Packtiere und 5000 Kamele.
Kurz darauf brannte Persepolis bis auf die Grundmauern nieder.
Da Alexander der Große üblicherweiße eroberte Städte und Paläste möglichst unversehrt lies, sind einige Historiker der Ansicht, dass der Brand eventuell bei der Siegesfeier versehentlich ausbrach.
Da Xerxes jedoch 50 Jahre zuvor auf seinem Feldzug gegen die Griechen die Akropolis in Athen niederbrennen lies und vor allem der Palast des Xerxes die stärksten Brandspuren aufweist, gehen die meisten Historiker davon aus, dass Alexander der Große Persepolis als Vergeltung ebenfalls in Brand stecken lies.

Glücklicher Weise wurden etwa 30.000 persische Tontafeln durch das Feuer gehärtet und blieben so über 2.500 Jahre besonders gut erhalten. Durch diese Tontafeln ist auch belegt, dass die Paläste in Persepolis nicht von Sklaven, sondern von bezahlten Handwerkern errichtet wurden.

Seit 1979 zählen die Ruinen von Persepolis zum UNESCO Weltkulturerbe.

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