Naqsch-e Rostam

Die Königsgräber des ersten persischen Großreichs

Sechs Kilometer nördlich von Persepolis liegen die legenderen Könige der Achämeniden Dynastie (6.-4. Jahrhundert v. Chr.) begraben, die Persien zum ersten Großreich gemacht hatten, das sich in seiner Blüte über die Gebiete der heutigen Staaten Türkei, Zypern, Iran, Irak, Afghanistan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Syrien, Libanon, Israel, Palästina und Ägypten erstreckt hatte.
Darunter neben Großkönig Dareios I. (zweites Grab von rechts), dem Begründer des Reiches, auch der berühmte Großkönig Xerxes I., der bei seinem Feldzug gegen die Griechen 480 v.Chr. die Akropolis in Athen niederbrennen lies.
Sein Felsengrab (ganz rechts) wurde jedoch gerade restauriert, als ich Naqsch-e Rostam besuchte.

Im westlichsten Grab (ganz links) liegt Großkönig Dareios II. und rechts daneben Artaxerxes I. begraben.

Der Mittelteil der kreuzförmigen Gräber wird mit seinen vier Säulen als die Wiedergabe des königlichen Palastes in Persepolis gedeutet. Oberhalb des Eingangs befinden sich Reliefs wie der Gott Ahura Mazda dem Großkönig den Ring der Herrschaft überreicht.

Während der Zeit des zweiten persischen Großreichs (224-651 n.Chr) ließen mehrere Sassanidenkönige an der Felswand acht große Reliefs einmeißeln, vermutlich um ihre Herrschaft zu legitimieren.

Auf der westlichen Seite befindet sich ein knapp zwölf Meter hoher Turm, der Kaʿbe-ye Zartuscht, der bis knapp zur Hälfte in die Erde eingegraben wurde. Er wurde vermutlich bereits zur Zeit Dareios I. errichtet. Seine Funktion ist jedoch unbekannt.

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