Das antike Korinth

Da ich dank des lahmen Internets gestern Abend noch nicht mal meinen Blog fertig publizieren konnte, hole ich das nach dem Aufstehen erst mal nach.

Anschließend wird es dringend Zeit, ein paar Lebensmittel einzukaufen, also laufe ich zum Supermarkt. Zu meiner Freude hat der nicht nur wirklich geöffnet, sondern ist für griechische Verhältnisse auch noch einigermaßen günstig.

Zurück im Hotel esse ich erst mal einen Salat, den ich mir gekauft habe.

Dann sieht mein Plan vor, dass ich heute mit dem Motorrad zum antiken Korinth fahre und mir auf dem Weg zurück auch noch die östliche Seite des Kanals von Korinth anschaue. Ich packe meine Kamera, mein Stativ und etwas zu Trinken in den Rucksack, steige auf mein Motorrad und fahre los. Mein Navi führt mich über ein kurzes Stück Autobahn vorbei am modernen Korinth. Ich stelle unterwegs fest, dass sich mein Motorrad ohne mein ganzes Gepäck richtig leicht anfühlt, was ich gar nicht mehr gewohnt bin.

Das „antike Korinth“ stellt sich heute als ein recht kleines Dorf heraus, in dessen Mitte die Ausgrabungsstätte und ein kleines Museum liegt. Der Eintritt zu beidem zusammen kostet 4 Euro.

In der griechischen Antike konnte Korinth in Sachen Reichtum und Bedeutung mit  Athen und Theben mithalten. Auch in den Perserkriegen stellte Korinth nach Athen die zweitgrößte Flotte. 146 v.Chr. wurde Korinth jedoch von den Römern völlig zerstört und die Einwohner ermordet oder versklavt. Im Jahr 44 n.Chr. wurde es von Gaius Iulius Caesar als römische Bürgerkolonie neu gegründet und wieder aufgebaut.

Entsprechend der bewegten Geschichte Korinths finden sich in der heutigen Ausgrabungsstätte viele Schichten, angefangen von der prähistorischen Zeit, über die griechische Antike bis hin zur römischen Zeit.
Am auffälligsten sind heute die sieben stehenden Säulen des Apollon-Tempels. Die Stoa war mit 154 Metern länge eine der größten der Antike. Einige „Shops“ entlang der Agora sind ziemlich gut erhalten. Am meisten beeindruckt mich jedoch der „Brunnen der Peirene“, der schon seit der prähistorischen Zeit genutzt wurde und selbst heute noch plätschernd zu hören ist. Die sichtbaren Überreste vom Brunnenhaus stammen jedoch aus der römischen Zeit.

Das die Ausgrabungsstätte und das Museum nicht allzu groß sind, fahre ich bereits gegen 14  Uhr wieder los.

Mein nächster Stopp ist die Isthmus-Brücke am östlichen Ende des Kanals von Korinth. Hier ist es dann doch etwas touristischer, als an den anderen Stellen, die ich gestern am Kanal besucht hatte. Auf beiden Seiten der Brücke liegen einige Restaurants und Souvenirläden und auf beiden Seiten kann man die Brücke auch als Fußgänger überqueren, so dass man einen guten Blick auf den Kanal hat. Nach dem ich einige Fotos gemacht habe, fahre ich schließlich zurück in mein Apartment.

Zum Abendessen gibt es seit langem mal wieder ein Reisgericht, was ich sonst selten mache, da der Reis so lange kochen muss. Anschließend setze ich mich wieder an meinen Laptop, um zu arbeiten und auch meinen nächsten Reisestopp zu planen.

1 comment

  1. Comment by Manfred Speth

    Manfred Speth Reply 4. Januar 2018 at 16:32

    Hallo Sven,
    ich will mich jetzt doch mal bei Dir melden,und Dir sagen dass ich deine Reiseberichte von Anfang an mit Begeisterung verfolge.

    Mein Name ist Manfred Speth aus Ravensburg und ich fahre auch Motorrad.

    Erfahren habe ich von Deiner Reise von Deinem Bruder und Deiner Schwägerin,die ich von der Schwarzen Veri Zunft kenne.

    Ich wünsche Dir noch viel Spaß bei Deiner Weltreise und freue mich NEIDISCH Dich dabei virtuell begleiten zu dürfen.

    Alles Gute und unfallfreie Fahrt.
    Gruß Manne

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