Regentage in Sparta

13. Januar 2018

Wie der Wetterdienst vorhergesagt hatte, begann es nachts zu Regnen und auch am Morgen sah es nicht besser aus. Und zu allem Übel sagt meine Wetter-App Regen bis zum Sonntag voraus.

Wenigstens ist morgens wieder das Internet recht flott, so dass ich einiges arbeiten kann, was auch dringend nötig ist, da mein Provider leider einen Mega-Netzwerkausfall in seinem Rechenzentrum produziert hat, so dass fast alle meine Kundenprojekte offline sind. Entsprechend muss ich Feuerwehr spielen und meine Kunden beruhigen…

Da es nachmittags mal kurz aufhört zu regnen, mache ich einen kleinen Spaziergang zum antiken Sparta, dass hier gleich um die Ecke liegt. Genauer gesagt handelt es sich dabei um die Akropolis von Sparta. Leider gibt es da nicht viel zu sehen. Am besten ist noch das Theater erhalten, dass jedoch von den Römern stark verändert wurde. Teile der Stadtmauer sind zu sehen, die zu hellenistischer Zeit jedoch auch noch nicht existierte, da die Armee alle Feinde schon weit vor der Stadt besiegen konnte. Ansonsten sind noch Überreste einer Stoa und eines Tempels zu sehen und einiger Bauten aus der Römerzeit zu sehen.

Länger als 20 Minuten dauert die Besichtigung nicht. Vor dem angrenzenden Sportstadion steht noch ein überlebensgroße Statue des König Leonidas I., dessen heldenhafte Geschichte, den meisten aus dem Film „300“ sicherlich bekannt sein dürfte.

Schon seltsam, dass ein so bedeutender Stadtstaat der Antike, so wenige Spuren hinterlassen hat.

Da es wieder anfängt zu regnen, gehe ich noch im Supermarkt kurz etwas Einkaufen und bin kurz darauf zurück in meiner Unterkunft.

Da es leider wirklich, wie vorhergesagt, die nächsten Tage weiter regnet, bleibe ich die meiste Zeit in meinem Zimmer und arbeite.

Mein Vermieter, Dimitri, lädt mich für den Samstagabend ein, gemeinsam mit ihm auf seinem Balkon zwei Lachsfilets zu räuchern. Natürlich nehme ich die Einladung dankend an.

Wie sich dann am Abend herausstellt, benutzt er einen alten Olivenöl-Kanister, in den er seitlich eine kleine Öffnung hinein geschnitten hat, als Räucherkammer. Die Fischfilets hängt er an Haken am oberen Ausguss auf, durch den auch der Rauch abzieht.

Nachdem wir ein kleines Feuer unten in der Öffnung gemacht haben, verschließt er diese wieder und wir haben Zeit uns bei einem Gläschen Wein zu unterhalten.

Dabei schlägt mir Dimitri gleich mehrere Geschäfte vor, bei denen wir zusammen arbeiten könnten. Da er u.a. auch als Immobilienmakler tätig ist, hat er eine Idee für eine Immobilien-Website. Klingt für mich jedoch nach sehr viel Arbeit, was er da alles vor hat. Außerdem könnte er noch Vertriebspartner in Deutschland für sein selbst gemachtes Olivenöl gebrauchen und gleiches gilt für den veganen Käse, mit dem er handelt ebenfalls. Ich verspreche ihm, mich mal bei meinen Freunden umzuhören, da ich aus eigener Verkostung wirklich bestätigen kann, dass sein Olivenöl, alles in den Schatten stellt, was ich bisher aus Deutschland kenne.

Schließlich ist der Lachs fertig und Dimitri träufelt einige Tropfen seines leckeren Olivenöls darüber. Dazu gibt es noch eine selbstgemachte Dill-Soße, die wirklich fantastisch schmeckt. Zu meiner Freude schenkt er mir auch davon ein Gläschen.

Wir beschließen den Abend gegen 21 Uhr und zurück in meinem Zimmer, bereite ich meine morgige Abreise vor, da es endlich wieder besseres Wetter geben soll.





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