Dubrovnik

Ein Traum von einer Stadt!

Genau wie der Wetterbericht vorhergesagt hatte, schien tatsächlich schon heute Morgen die Sonne und kein Wölkchen war am Himmel mehr zu sehen.

Also schnappte ich mir nach dem Frühstück die Kamera und machte mich auf den Weg in die Altstadt. Im Touristenbüro am Stadttor gönne ich mir das Tagesticket für die Sehenswürdigkeiten der Stadt, was umgerechnet rund 25,- Euro kostet. Wie mir dann jedoch erklärt wird, sind von den 8 Attraktionen, die darin enthalten sind, heute 4 geschlossen. Ist mir aber egal, denn mir kommt es eh hauptsächlich auf die Stadtmauer und das Fort an, die beide zum Glück geöffnet sind.

Als erstes erklimme ich die hohe, massive Stadtmauer, die erstaunlicher Weise tatsächlich einmal komplett um die ganze Stadt führt. Kein Wunder, dass während des Kroatien-Krieges als sich 1991 Kroatien für unabhängig erklärte, die Jugoslawische Folksarmee die Stadt trotz 9-monatiger Belagerung nicht einnehmen.

Von praktisch jeder Stelle auf der Stadtmauer hat man einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt, mit ihren unzähligen kleinen Gässchen. Zum Festland hin, erhebt sich die Stadtmauer teilweise so hoch über die Stadt, dass man fast schon den Eindruck hat, man würde vom Flugzeug hinunter auf die Stadt schauen. Allein schon die Wanderung auf der Stadtmauer einmal um die Stadt, ist schon die 25,- Euro für die Tageskarte wert!

Zu meiner Freude entdecke ich sogar das berühmte, „deformierte“ Basketball-Feld, dessen Foto ich schon öfter mal im Internet gesehen hatte. Mir war aber gar nicht bewußt, dass das hier in Dubrovnik ist – umso mehr freue ich mich, das nun auch mal live gesehen zu haben.

Am liebsten würde ich den ganzen Tag hier oben um die Stadt wandern, aber natürlich will ich noch mehr sehen. Also steige ich wieder hinab in die Altstadt.

Gleich neben dem Stadttor liegt, das Klostermuseum mit der „Alten Apotheke“, deren Eintritt ebenfalls in meiner Tageskarte enthalten ist. Zu sehen gibts neben einem Apotheker-Wandschrank mit zahllosen kleinen Fläschen und Glässchen, auch noch einige Reliquien, Gemälde und Priestergewände und -schmuck.

Als nächstes schlendere ich durch die engen Gassen hinauf zum Ethnograpischen Museum. Dort werden viele Alltagsgegenstände aus dem Leben der kroatischen Landbevölkerung gezeigt, wie z.B. Küchen- und Erntegeräte. Werkzeug, Kleidung usw.

Weiter gehts zum Naturwissenschaftlichen Museum. Hier scheint sich jemand wohl mit einem hyper-modernen Museumskonzept ausgetobt zu haben. Zu Popmusik und geschmückt mit alten CDs, die von der Decke hängen, kann man hier ausgestopfte Fische und Vögel bestaunen. Seltsames Konzept.

Ich schlendere weiter durch die Gassen wieder zurück zu dem Stadttor im Westen, da ich unbedingt noch das externe Fort Lovrijenac erklimmen will, bevor es schließt. Dort angekommen, bin ich beeindruckt, wie massiv es gebaut ist. Die Wände scheinen überall mindestens 2 Meter dick zu sein. Von oben hat man einen tollen Blick auf die Altstadt mit ihrer Stadtmauer. Eine kleine Gruppe von kroatischen Soldaten macht scheinbar einen kleinen Ausflug und machen Selfies vor den antiken Kanonen die hier durch die Zinnen ragen.

Obwohl meine Beine schon langsam schwer werden, beschließe ich doch noch den Berg hoch in Richtung dem Fort Imperial zu steigen. Zumindest bis über die Baumgrenze, so dass ich von dort ein paar Fotos von der Altstadt machen kann. Hätte ich jedoch gewußt, dass der Pfad hinauf keine ausgebaute Treppe oder sowas ist, sondern nur ein kleiner Trampelpfad über Stock und Stein, hätte ich mir das vielleicht noch mal anders überlegt. Aber wenn ich schon hier bin, gehe ich weiter zunächst durch einen herrlichen Pinienwald, durch dessen Blätter organge-farben die letzten Strahlen der untergehenden Sonne fallen. Schließlich lichtet sich der Wald und gibt den Blick aufs Meer und die untergehende Sonne frei. Die Stadt unter mir, wird jedoch leider noch immer größten Teils vom Wald verdeckt. Da ich keine Lust verspüre, diesen holprigen Weg bei Dunkelheit wieder hinunter zu stolpern, drehe ich lieber um und mache mich auf den Heimweg.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich Dubrovnik echt begeistert und bisher nach Venedig auf meiner Liste der schönsten Städte auf meiner bisherigen Reise den zweiten Platz erobert hat!

Ich bin immer noch am überlegen, ob ich, wie eigentlich geplant, morgen wirklich weiter fahren soll, oder nicht doch noch einen weiteren Tag dran hänge, da ich das Gefühl habe, noch vieles nicht gesehen zu habe. Dann könnte ich vielleicht auch noch den Berg ganz besteigen und ein paar Bilder von Dubrovnik bei Nacht wären sicher auch eine gute Idee…





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